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Eine Hochzeit

Autor: Moritz | Datum: 18 Oktober 2011, 20:46 | Kommentare deaktiviert

„Wie lange geht denn so eine Hochzeit?“ frage ich Theogene, dessen Cousine heute heiratet. Wir frühstücken noch gemeinsam um danach aufzubrechen „Wir beginnen um 8:00 Uhr und dann bis 16:00 Uhr spätestens bis 18:00 Uhr“. Danach wollte ich nämlich noch die Australier besuchen, ihnen sage ich vorsichtshalber, dass ich erst um 19:00 Uhr komme.

Geschäftigkeit erfüllt das Haus der Familie. Aus ganz Butare versammeln sich hier Leute um gemeinsam zu den Feierlichkeiten gebracht zu werden. Wichtige Persönlichkeiten sind gekommen: Der Kanon des Bistums, Pastoren, Professoren und allerlei andere Angestellte der Kirche. Alle in Anzug mit Krawatte und hübschen Kleidern, wie es sich gehört. Aber trotz der festlichen Aufmachung quetschen sich bald, da der Fahrer schon wartet, 18 Personen  in einen Minibus. Die unangenehme Fahrt lässt sich einfach nicht vermeiden, wenn die Hochzeit auf dem Land stattfindet. Und selbst wenn dann, bei Regen, das ganze Fest zur Schlammschlacht wird, wäre dies kein Grund nicht seine Lackschuhe anzuziehen. Ich halte mich an Theogene und fahre etwas später, worüber ich sehr froh bin, denn die längere Fahrt auf Feldwegen, die Hügel hoch und runter, kann in so einem engen Bus schon mal Schweißtreibend sein.

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Der Regen

Autor: Moritz | Datum: 10 Oktober 2011, 19:09 | Kommentare deaktiviert

Theogenes Eltern stehen heute später auf. Ich bin mit dem frühstücken schon fast fertig, da kommen Annonciata und ihr Mann. Sie seien etwas länger liegen geblieben und hätten noch gelesen. „Und warum?“ frage ich, da heute ein normaler Arbeitstag ist „Weil es geregnet hat.“ (weiter)

 

Lernen und lehren

Autor: Moritz | Datum: 29 September 2011, 21:40 | Kommentare deaktiviert

Auch wenn es an trockenen Tagen diesig ist und die Landstraßen stauben, gibt es einen Beruf der einer besonderen Feinstaubbelastung ausgesetzt ist: Der Lehrer. Sobald ich das Klassenzimmer betrete, schmeckt meine Zunge pelzig, rieselt feinster Kreidestaub auf meine Tasche, meine Kleidung und durchsetzt die Luft, Lunge und Atemwege. Ich mag diese Atmosphäre, man fühlt die Besonderheit der Situation, auch nachdem ich nach Hause komme und meine gepuderte Jacke ausziehe, spüre ich es noch.
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Geschäftliches Ruanda

Autor: Moritz | Datum: 22 September 2011, 17:58 | Kommentare deaktiviert

Butare hat ein Kaufhaus. Damit ist nicht viel gesagt. Man stelle sich also vor, ein großer afrikanischer Basar wurde in drei große Streifen geschnitten und übereinandergeschichtet in ein Haus verfrachtet. Inklusive Kleidung, Schuhe, Essen, Alltagsgegenstände, Elektronik und natürlich sinnloses Zeug, die in jedes gescheite Kaufhaus gehören. Daran beeindruckt mich besonders, dass sich die zahlreichen Händler nicht in die Quere kommen. Im Gegenteil scheinen sie sogar zu kooperieren. Denn meistens kaufe ich an einem Stand, bezahle am nächsten und bekomme mein Wechselgeld am übernächsten.
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Kulturaustausch II

Autor: Moritz | Datum: 15 September 2011, 18:51 | Kommentare deaktiviert

„What‘s your name? ““ Sorry I didn’t understand you.”” What’s your name? “”My name is Moritz and you’re?”“ Joseph. “

Es sind denkbar ungewöhnliche Umstände in denen Joseph mir seine Lebensgeschichte erzählt. Denn ich sitze hinten auf seinem Motorrad und wir fahren, im Osten Ruandas, mit hoher Geschwindigkeit, über eine unbefestigte Landstraße, durch die Pampa.

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